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Zaschendorf ist bekannt durch
seine aus dem 17. Jh. stammende Fachwerkkirche, einer nach dem 30jährigen
Krieg gebauten Notkirche, sie ist
ein einfaches Bauwerk in Backstein und Fachwerk mit einem
Chor aus dem Achteck. Auf dem Westende des Dachfirstes
sitzt ein kleiner vierseitiger Dachreiter
mit einem niedrigen Helm, worauf ein Hahn
und ein Kreuz. Die kleinen Fenster sind
viereckig und sitzen ziemlich hoch. Im
Innern eine flache Holzbalkendecke , die mit Laub
und Bandelwerk im Renaissancestil bemalt ist. Als Altaraufsatz
dient ein altes spätgotisches Triptychon mit Schnitzereien aus der Zeit
um 1500 .In der Mitte die Darstellung der Verkündigung Mariae. Das
künstlerisch wertvolle Beispiel mecklenburgischer
Kunst des ausgehenden Mittelalters stammt wahrscheinlich aus der Kapelle
der Wollweberzunft der Wismarer Georgenkirche. Warum und zu welcher Zeit
das Werk nach Zaschendorf gelangte ließ sich bisher noch nicht aufklären.
Eine mecklenburgische ,von Lübeck beeinflusste Schnitzwerkstatt
hatte gegen ende des
15 Jh.den Auftrag zur Anfertigung
dieses Aufsatzes erhalten
und realisiert. Die
Kanzel ,ein schlichter polygonaler
Korb hat in ihren Füllungen
die Bilder der vier Evangelisten
nebst plattdeutschen Inschriften. Über der Kanzel
ist ein hölzerner Kruzifix aufgehängt. Zur gleichen Zeit ist auch die
Altarumgrenzung mit der gitterförmigen durchbrochenen Brüstung entstanden.
An der Empore im Westen befinden sich sechzehn große Einzelbilder,
Christus, Johannes der Täufer die Apostel u.Moses. An der Südwand sind
verschiedene zinnerne Wappen von
Adelsfamilien angebracht, z.B.das der Familien Bülow,Vietinghoff,Engel,Degingk,Weinhagen
u.Plessen. Die Glocke im Dachreiter ist ohne Inschrift und zur Zeit
(1899)geborsten, eine im Inventar von 1811 genannte grössere Glocke
von 1708 ist nicht mehr vorhanden. An
Kleinkunstwerken besitzt die Kirche drei schmiedeeiserne Leuchter in Form
des Reichsdoppeladlers und einen Messingleuchter gestiftet von Jochim
Barner und seiner Ehefrau Anna Sperling um 1600. Nach umfangreicher
Rekonstruktion wurde die Kirche im Juni l993 neu geweiht.
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